III. Persepolitanische Briefe.
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ber selbst vergessen, thun, als ob nichts geschriebenwäre, und die auch auf die Griechen gelangte Tra-dit.on von viel tausend Zoroastrischcn Versen, Ge-beten , Segnungen und Hymnen selbst betrachten.Da der größeste Lheil des Zcnd-Avesta offenbar nichtsals ein solches lebendiges Wort, d. i. mit heiligenGebrauchen ausgesprochene oder gemurmelte Lilnneyen,Gebete, Segenswünsche und Hymnen sind: so mö-gen sie auch an uns ihre Kraft beweisen, zu zeigen,was sie sind: Dshemshjds altes Gesetz, dasSo n n e n ja h r, ein Kalender.
Der Name, von dem alles ausgehen soll, füh-ret uns selbst darauf, cs ist die gtänzlose, d. i.ungemessene Zeit, Zcrvan (AfavSstsnazos sans Kornes u> s.). Vergessen Sie alle Me-taphysik, die spätere Zeiten ins Wort legten, und tre-ten auf die Höhe eines Medisch- oder Persischen Ber-ges. Nehmen Sic von diesem Alborjd (detGränze, dem Bord des Himmels) Sonne, Mvnd,Sterne, den Horizont selbst weg: so haben Sieeinen unbegränzten, d. i. einen unabgemessetten Raum,in welchem Sie sich eine unbegränzte, d. i. unabge-messene Zeit denken mögen. Kein bestimmtes Prin-cipium ist dies; sondern der Abgrund, aus dem al-les genommen wird. Jede rohe Nation, jeder ge-dankenlose Mensch lebet in dieser Zeit ohne Gränzen;der erste Funken menschlicher Besinnung treibet da-hin, ihr sowohl als dem Raume Gränzen zu schaf-fen , Gränzen zu geben. Wir sind also die M i-thridatc, die einen Mi h t, einen Gränz - undZeitmesser schaffen und geben, d. i. bemerken, wiedie Natur uns Zeit und Raum vormißk.
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