Igo m. Persepolitanische Briefe,
Fall Mit der PersepolitaNischcn Wandschrift? Injenen Pallasten schrieb man an Wände, in mehre-ren Alphabeten ; Man erfand. Man »erzog und amdecke Charaktere, zum Schmuck der Wände, zummessen Zierath. Ein gelehrter Chaldäer mußte der-gleichen Züge verstehen, oder er war des Todesschuldig.
Wenn also auch Daniel unter diesem Königeträumend ein Gesicht sichet, dessen Thier-FigurenReiche bedeuten, so müssen dem Wachenden sym-bolische Bilder der Art nicht fremde gewesen seyn;denn wir träumen nur Bilder, die wir wachendsahen und im Traum neu und vielfach componi-ren. Noch Nach drittehalbtauscnd Jahren sind unsdie dem Propheten wachend gegebenen Zeit - undOrtbilder nicht fremde. Wir wissen, daß in derPerser-Zeichensprache das edelste Thier der Widderwar, in dessen glänzender Gestalt der Schutzgeistdes Reichs, der hülfreichste Jzed, erschien; wir se-hen seinen Schmuck auf mehreren AMuleten *). Sodie Ändern Könige der Geschlechter Bock, Stier,Roß-, Kamecl, Adler, aus deren ZusammensetzungMatt in symbolischen Dichtungen Gruppen compo-nirte. Selbst das vierte zermalmende Thier Da-
*) Die Ursache hievon wird sich in der Folge selbstgeben. S. Proben in reaueil 1 . II.
pl. r 8 . n. 3 . D. VI. x. stt>. n, 2. 'z. denStier,als Jzed D. III. xl. 12. ri. 2. Der Löwe alsBild des Mithra u. a. sind bekannt.