123 III. Perscpolitanische Briest.
Parther-Münzen drücken Jahre und selbst Mona-te aus; vielleicht findet sich» wenn sie aus denZeiten der Parrher sind, auch hier sogar die Jahc-zahl. Ueberdem ist ja die Hypothese vom Bau die-ser Persepolis unter den Arsaciden vom Verdienst,Enträrhseler der Persepolitanischen Schrift zu seyn,ganz verschieden; dies bliebe seinem Erfinder., wennjene auch ganz sänke. Erlauben Sie also, H. H.,daß ich ohne Bezug auf jene Hypothese dem kühnenEntrathscler jener Schrift noch einige
II, Fragen oder Litten
verleg«. Sie können nicht anders als seinen Ruhmvollenden.
r. Da doch diese Schrift-, indem sie gelesenund verstanden werden sollte, nicht unabhängigvon allen bisher bekannten Schriftzcichen erfun-den und als ein völlig neuer Charakter dahin ge-setzt seyn kann: so entsteht die natürliche Frage:
„von welcher currenten Schriftart ward sie genom-men? welcher Vorgängerin oder Nachbarin ist sieam Meisten ähnlich ?" Noch jetzt stellen sich unszwey Nachbarinnen dar, die in ihren größer» Cha-rakteren sich der Pstilfchrist nähern; es ist dieSchrift der Armenier und Tibetaner. Armenierwaren ursprünglich mit den Medern Eins oder ih-nen doch nahe verwandt; oft standen sie unter ih-nen, wie nachher unter den -Persern, oder beka-men von ihnen meistens üus ihrem Stamm Für-sten. Ar schak II. z. B» gab ihnen seinen Bru-der