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Zur Philosophie und Geschichte Theil 1 (1820) Die Vorwelt
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119
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III. Persepolitanische Briefe. 119

dieses Pallastcs Griechischer Geschmack, d. i.Einfalt, Bestimmtheit, Ordnung, Leben, nicht Ae-gyptischer Tod vorhanden, zeugen auf allen Wandenalle Figuren *). Das Parthische Reich, voll Grie-chischer Colonien, ja selbst Halbgriechisch, traf indie Periode der völlig ausgcbildeten GriechischenKunst, die sich hier dem Perser-Stolz, nach Persi-schen Sitten, mittheilcn und ihn leiten konnte. Sowürde, wenn Persepolis sonst in ihrer Kunstschön-heit, wie ein vom Himmel gefallenes Gebäude da-.stand, cs nach Lage und Zeit in der GriechischenParther - Periode durch sich selbst erklärbar.

Siebentens. Und so dürften dann auchfrühere Griechen, die sonst in Widerspruch zu kom-men schienen, von Persepolis gesagt haben, wassie sagen. Alexander mag die Burg des Dariusverbrannt haben, und doch an diesen Gebäuden keineSpur des Brandes merkbar seyn ; warum? es wa-ren neuere Gebäude, auf der Stelle der alten Kö-nigsburg errichtet., Diodors Besäxreibung kann inEinigem treffen, in Anderen nicht; warum ? Es wä-ren auf denselben Tcrasscn neuere stolzere Gebäude.So ferner. Die Stimmen deS Alterthums scheinensich zu vereinen ; und wer vereinte sie? Die Inschriftder sprechenden Wand:Osch Aksak! Osch Ak-sak! Ihr sucht die alte Persepolis hier? Diesist ein Kunstgebau der Arsaciden."

*) Es wird damit nicht gesagt, daß sie den schönen' Griechen-Gestalten auf ihren Reliefs an die Sei-te zu setzen sind; sondern vom Charakter derKunst ist die Rede.