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Zur Philosophie und Geschichte Theil 1 (1820) Die Vorwelt
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II. P e r s e p o l i s.

und klein gedacht, wenn nicht auch spatere Beherr-scher daran hätten Theil nehmen wollen. Die Sagenennt z. B. die berühmte Königin Homai, die nichtnur Jstakar erweitert, sondern auch an Tschilmenargebauet habe *). Was sie gcbauet? wissen wirnicht; der Augenschein gibts, daß diese Denkmahlein ihren vielen Gebäuden nicht alle zu Einer Zeiterrichtet worden, ja daß sie sogar nicht vollendet zuseyn scheinen **).

Aber waren die Gebäude wirklich ein Pallastoder waren sie Tempel?" ***) Mich dünkt, werdie Denkmahle mit dem zusammen halt, was manvon der alten Religion der Perser weiß, wird kei-nen Augenblick anstchen, zu sagen, daß sie einReichspallast, der Reichspalla st Per-siens und keine Tempel gewesen. Denn was wärein denselben Tempelhaftes, sowohl ihrer Bauart,als den Bildern nach, die sie zieren? Der ganzeAufzug, so wie die Verrichtungen des Königes selbst,sind nicht Priester- sondern Staatsgebrauche. Ueber-

*) Herbelot, Art. Homai.

**) S. Niebuhrs Beschreibung u. a.

***)Alles ist problematisch an diesen Ruinen," sagtder Graf C a y l us?War es eine Festung?war es ein Tempel?" Er behauptet, daß es einSammelplatz mehrerer Tempel gewesen. Diese- Behauptung des Grafen Caylus veranlaßte zu-nächst meine Abhandlung.