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II. Persepolis
zu machen gesucht, und der letzte insonderheit hatdarauf den treuesten Fleiß verwendet. Wie kommtes aber, daß diesen Beschreibern noch keine Erklä-rer nachgefolgt sind, die über die Bedeutung so zahl-reicher Figuren in ihrem Zusammenhänge einige nä-here Untersuchung angestellt und darüber wenigstensVermuthungcn geäußert hätten? Mich dünkt, dieseAlterthümer sind der Betrachtung nicht weniger wcrth,als jene Aegyptischen und Griechischen Reste, überwelche doch beynahe eine Bibliothek geschrieben wor-den; und die ungeheure Anzahl von i3<x> Figurensollte doch, wie ich glaube, uns von ihrer Bedeu-tung mehr crcathen lassen, als eine Hieroglyphen-Schrift auf den Aegyptischen Obelisken. Ich legenichts als eine Vermuthung dar, der ich Bestätigungoder Berichtigung wünsche. Sobald in einer schwe-ren Sache nur der Anfang gemacht ist, werden meh-rere gereizt, die Mängel zu verbessern und den un-betretenen Weg, auf welchem Einer auch nicht weitkam, weiterhin zu verfolgen.
Das Erste, was uns beym Eingänge dieserprächtigen Ruinen aufstößt, sind die zweycrleyriesenhafte Thiere, die vor der Treppe anden beyden Scitenpfeilern hocherhaben ausgehauensind *). Der Graf Caylus **), der überhaupt
*) Kampfer S. 336. LIiarä 1 n x. r33. i3h.>Niebuhr S. lab. I e LrnII ist». 12g.
") Caylus Abhandlungen, Meusels Ucbers. LH. 1.S. 67.