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Zur Philosophie und Geschichte Theil 1 (1820) Die Vorwelt
Entstehung
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I. Denkmahle der Vorwelt. 47

im Bilde zeigen. Da entstanden jene viclarmigen,vielköpfigen Ungeheuer, in einem ganz eigenen Geistder Zusammensetzung; die Bramanen-Weisheit hatteSpekulation und Fabel auf eine so seltene, eigen-thümliche Weise verbunden, daß die bildende Kunstnothwendig darunter erliegen mußte.

Eben so begreiflich wirds, daß die Lehre derSeelen Wanderung der bildenden Kunst nichtförderlich seyn konnte. Man sabe den Körper als einZusammengesetztes von Elementen an, die bcy seinerAuflösung zu ihrer Quelle zurückkehrten.

Wie man die alten Kleider hinwcgwirst, neue zu tragen,Lasset die Seele den Leib und zieht in andere Leiber.

Daher man denn für die Verewigung dieserflüchtigen Körpergestalt nicht so gar sorgsam seynkonnte. Auch gab das gewöhnlichere Verbrennen derTobten mindere Gelegenheit zu Graber-Denkmahlen,da, den Grundsätzen der Indier nach, die Seele imGrabe keine Wohnung haben konnte.

Also müssen wir, wenn von Kompositionder Gestalten in Kunst und Dichtkunst nach In-discher Weise die Rede seyn soll, unfern Gesichts-kreis weiter und höher nehmen, wo wir denn in derVorstellungsart der östlichen Völker jenseit des In-dus bis in die Mongoley, Tsina, Siam, Japan,u. fl, ein Eigenes antreffen werden, .dessen Erklä-rung schwer, wie mich dünkt, aber nicht unmöglichist. Wie an verschiedenen Orten der Erde die Mag-