I. Denkmahle der Vorwelt.
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Das Haupt-Hinderniß nämlich war die Quelleihrer Kunst selbst, ihre Religion und die da-her geformte Einrichtung. Ihre Götter ent-sprangen aus symbolischen Begriffen, dieman auch in Denkmahlen als Symbole beybehielt,die aber deshalb die Kunst gewaltig cinschrankten.Die gewöhnliche Stellung derselben ist die sitzende:denn sie sind Könige, Herren des Weltalls; dieseStellung mit zusammcngeschlagenen Füßen nach mor-genlandischer Weise ist der bildenden Kunst nicht för-derlich. Eine halbe Figur geht aus dem Teppichoder der Blume, auf welchen sie sitzet, empor; dieFüße sind wie hinzugefügte todte Glieder. Keine le-bendige Kraft, kein strebender Wuchs kann im Ge-bilde sichtbar werden. Wenn nun auf dem Hauptdes Gottes noch die Pyramiden-Krone stehet, wennsein Ohr mit Gehangen, seine Brust mit Perlen,sein Kleid mit manchcrley Schmuck des Orients ge-ziert ist; so wird die Figur zwar reich, für die Kunstaber minder schön werden *). Ein Gemahlde, dasdiesen Zierrath mit frischen, lebendigen Farben aus-drückt, kann mit der Natur wetteifern; daö Basre-lief aber und die Statüe bleiben zurück. Da nunauch stehende Figuren ordcntlicherweise mit diesem
*) Dieser Putz schien ihnen von der Göttergestalt sounabtrennlich, daß der verkörperte Gott sich denMenschen fast nicht anders offenbaren konnte. AlsKrisna geboren ward, sagt der Bagasedam,brachte er vier Hände zur Welt, ein Kleid, mirRubinen besetzt, und mir prächtigen Perlen ge-zierte Ohrgehänge. Er erschien mir einem köni-
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