I. Denkmahle der Vorwelt. ir
cs ja am wenigsten in der Lebensart herum ziehen-der Hirten, Dinge dieser Art aufzuzeichnen. Danun die Geschichte der Griechen so jung und ent-fernt ist, warum wollten wir nicht noch gegen-wärtige Thatsachen als Zeugen gelten las-sen, gegen welche sich doch überhaupt ein auswär-tiger , spater Geschichtschreiber, wie ein schwätzenderHauch verlieret? Konnte Perscpolis, konnten dieGräber der Könige in seiner Nahe, konnten die In-dischen Tempel in Jlura, auf Salvetta, Elephan-te, Ceylon, endlich alle berühmte Alterchümcr desOber-Aegyptens, bis tief in die Wüste und Abys-sinien hinein, ohne Künste und Luxus gebauet wer-den? Sehr erfreulich war es mir also, da ich voneinem philosophischen, die Geschichte weit umfassen-den Denker allen seinen Mitsorschern die Wahrheitlaut zugerufen fand *): „das Menschengeschlecht ist„nur Eins. Es hat in allen Zeitaltern in einander„gewirkt, und wird und soll in einander wirken "Denn so schwer es wird, bey Behandlung der Ge-schichte und ihrer Denkmahle dies jeden Augenblicksichtbar zu machen: so ist es doch der Keim des gan-zen lebendigen Körpers unsrer Geschich-te. Das menschliche Geschlecht ist ein Ganzes, seitseiner Entstehung hat es angefangen sich zu organi-firen, und soll diese Organisation vollenden.
Den Denkmahlen des Alterthums wird also eingroßer Aufschluß, wenn man auf die Wege desVolk er-Vereins nndVölk er-Verke hr s mer-
*) Schlötzers Weltgeschichte Th. i. 85. hin undwieder.