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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 6 (1821) Dramatische Stücke und Dichtungen
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II. Dichtungen. 287

daZ schließt schon in sich, daß seine Empfindungen derWah rheit gemäß seyn müssen, sonst sind sie wedergut, noch angenehm, noch ewig. Alle Phantome, siemögen sich dort oder hier zeigen, zerstreut der ia.ag,das ewige Licht, der Quell und Richter aller Gute,wie aller Liebe. Ihr Knaben, laßt aus-eurem Thordie Wechselbude und AcciScinnchmerey weg: macht esfest und schön, und setzt die lichte Sonne drüber.Ihr Mädchen, mahlt in euren Tempel den Altarder Unschuld und auf ihm die reine Flammeder Freude, des Danks, der Freundschaft und Liebe.Und nun bekränzt Alles aufs beste, wie ihr wißtund könnet; ' vor allen Dingen aber macht eureSeele zu beydem!

Der Alte schwieg.

Sie sind auf einmal so stille und traurig, Va-ter! sprachen beyde.

Vater. Nicht traurig, meine Kinder, aber stillund sehnend. Ich dachte eben nach, was es mit un-serer Sprache und unserni Leben, kurz mit unsererMenschheit hier vor ein armseliges Ding sey. Wirzertheilen und müssen zertheilen, was Eins ist: ichbin alt und sehne mich nach dem Zustande, da wir nichtmehr zertheilen, da Verstand und Her; Eins seyn wer-den, die Pforte des reinen Verstandes auch die Pfor-te zum reinen, vollen, glückseligen Herzen sepn undnichts mehr getrennt werden kann. Eure Mutter istvon mir, dort wird sie mit mir Eins seyn: eureSchwester wird glücklich seyn, die hier ein Opfer ih-res guten Herzens geworden: unsre Seelenkrafte wer-den Eins seyn, wie sie es auch hier schon wirklich