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II. Dichtungen.
armes menschliches Erschöpf können, das nur zweyAugen und Einen Menschenverstand bar, weil es jaauch nur Ein Herz haben sollte. Ist euer Verstandgesund und auf guter Hut: so laßt er nichts Unrech-tes oder zweydcutiges durchpassircn, fordert dem Pas-sagier d.n Paß ab, durchsucht auch wohl sein Fell-eisen. Wenns an die Taschen geben soll, must Ver-dacht da seyn; und freylich auch hier ist Irrungmö-'lich. Indes wenn der Thorschreiber redlich undgesch id ist, wenn er auch selbst aus seinen Fehlernlernt: so wird er mit der Zeit immer weniger Jrr-tbümcr machen, und das ist alles, was man vonihm fordern kann. Nur um Gottes willen, Kinder,reißt das Thor des Verstandes nicht ein, weil seinTborschreiber Fehler machte; es ist und soll billigdas einzige und Hauptthor zur Menschheit seyn; allesübrige sind nur Schleichwege und Hinterpförtchen.
Die Knaben klatschten und singen an, ein gros-ses Thor, mit sammt der Thorfchreibersbude zu mah-len. Das Thor selbst gericth frei), hübsch und licht:es hatte einen schönen Bogen und die Ueberschrift:
Dem Verstände.
Sic wollten auf beyde Flügel noch binzusetzen : den»sein Eindruck ist wahr und ewig; als ihnender verwünsch e Thorschreiber ins Auge siel, dessenBude ihrer Aufschrift wirklich ein Pasquill machte:denn wenn alle Eindrücke des Verstandes wahr undewig waren, so brauchw kein Thorschreiber zu seyn.Ihre Aufschrift auf die Thorflügel hatte nichts ge-sagt, als: unbrs Lhorschreibcrs Bude, Protokollund Wachsamkeit ist wahr und ewig, und das woll-