Druckschrift 
Zur schönen Literatur und Kunst Theil 6 (1821) Dramatische Stücke und Dichtungen
Entstehung
Seite
261
Einzelbild herunterladen
 

II. Dichtungen.

261

O wie verwebt das Geschick der Menschen Freuden

und Leiden!

Was die Thrane gcsa't, erndtet ein lieblicher

Dank.

Chor.

Was die Thrane gesä't, erndtet ein ewiger

Dank.

Agathe.

Zur Akademia blühte nun auf die heilige Wüste;

Jahre verliehn, was sonst mühend ein Sakulum

giebt.

Fürsten, Könige, selbst in Rom der heilige Vater

Ehrten den Namen, der hier unsre Gebieterin

war.

Halias T 0 chter! Erzählt, ihr Schwestern,

was sie uns lehrte,

Was sie mit liebendem Ton lief in die Herzen

uns sprach.

Eine Schwester.

Keuschheit des Herzens, sie ist aller Tugenden Mut-ter ;

Rein von außen zu seyn, lautre dm Geist und

das Herz.

Die zweyte.

Hell nur dienet man Gott. Der höchste Geist, der

ein Licht ist,

Liebet' Hellen Verstand, liebt ein verständiges

Herz.