II. Dichtungen. ig3
Schwelge, sprach Jupiter, und rege nicht wie-der die Eris auf, die, eures eitlen Wahns wegen,Göttern und Menschen genug zu schaffen gemachthat, um die Grille. Wenn meine Tochter je fehlte,so war's, da sie sich mit dir und vor solch einemRichter in einen Streit einließ. Diesmal allein,und eben nur am zartesten Punkt eures weiblichenHerzens, zeigte sie weibliche Schwachheit. Gesetzt
nun auch, sie hatte nicht dein Haar, nicht deine an-lockende Bildung; will sie sie haben? und macht siedarauf Anspruch? Sie läßt dich prangen und buh-len in deiner Nacktheit und verbirgt jungfräulich auchihre unläugbaren Reize.
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Die Göttin der Weisheit erschien auf der Erde;und alle Damen wollten fortan Göttinnen der Weis-heit werden. Was, dachten sie, ist leichter als die-ses? Ihren Helm mit der Eule pflanzen wir aufunser Haupt, und verschönern ihn zu einem bebusch-ten männlichen Hute. Ihren Harnisch zieren wirunendlich aus, daß er die schlankeste, schönste Brust-wehr werde; das Bild ihrer Meduse endlich, soll aufunsrer Brust, in unfern Gesprächen glanzen — wiewollen von nichts als unfern Siegen über stolze Ne-benbuhlerinnen sprechen. Was fehlt uns, sprachensie, zu leibhaften Göttinnen der Weisheit?
Eine Kleinigkeit, versetzte Mincrvens Eule;nämlich, daß hinter dieser ganzen palladischen Nü-Herdcrs W. z. sch. Lit.ü. Kunst. Vl. N Ooam.drücke.