4
I. Dramatische Stücke.
Ein Blitz trifft ihre Hütte; jäher SturmStürzt den Pallast hinab von seiner Höh;
Die Menge staunt, erschrickt und fragt um NachDen Weisen, der die Schickung ihr erklärt.
Wenn in dem Labyrinth des Lebens zweyVerschlungne Seelen, die die Liebe band,
Ein widriges Geschick mit wilder MachtZerreißend trennet und «in gütigesSie unverhofft und froh zusammenführt,
Wenn, die sich auf der Woge roll'ndem LaufUcber dem Abgrund jetzt das einz'ge Brct,
Das beyde trug, einander willig lassen,
Und dem Erbarmen sich der Fluth vcrtrau'n;Mit Thranen sicht vom sichern Ufer dannDer Harte selbst, der Liebe letzten KampfUm Tod und Leben, klagt die Götter an,
Und dankt den Göttern, wenn die LiebendenGroßmülhigen, das Ufer beyde frohBetretend, wechselnd sich das Leben danken.
Ein Sturm des Unglücks wird Euch dargestellt,Ihr Freund'; ein Blitz, der auch in Tcmpe's Thal,In eines Gottes Näh', das Heiligste,
Die reinste Freude, die auf Erden blüht.
Ein häuslich Glück zerstörte, unerbittlich. —
Im Schiffbruch werdet Ihr der Liebe KampfErblicken; über Tod und Leben wieDie Loose sich verändernd wechseln, undNicht im Olymp allein, im Orkus selbstDie tapfre Liebe siegt.