VIII
Vorrede.
Nachschrift.
Leider! ist auch der Verfasser obiger Vor-rede, H c r d e r s Erstgeborner, der Liebling sei-ner Eltern und Geschwister, nicht mehr unterden Sterblichen! — Ein in Weimar grassiren-des Nervenficber, woben er mit gewissenhafte-ster Treue und übermäßiger Anstrengung seinezahlreichen Patienten bediente, und in ganzenTagen kaum auf eine Stunde zu Hause kam,griff zuletzt auch ihn an. Am rr. May d. I.wurde er sanft und schmerzenlos, unter heiternPhantasien von himmlischer Musik, der Erdeentrückt, und starb, in seinem 32. Lebensjahr, desschönsten Todes, ein Opfer seines Berufs, imLaufe guter Werke, mit Wehmuth zurückgcsehntvon den Seinigen, geehrt und geliebt von sei-nen Mitbürgern hohen und nicdcrn Standes,und von allen, die ihn kannten, durch Beschei-denheit und sanfte theilnehmende Güte dieserLiebe und eines gesegneten Andenkens Werth.Sie ruhe im Frieden, die friedliche Seele!
Schaffbausen I o h. G e o rg M ü lle r,S. Junius rüo6. Prof.
!. Drama-