Drittes Wäldchen.
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„keinen geringen; Beweis von der damals in Frank-reich herrschenden Schmeichelei und allgemeinen Be-„mühung, den König leichtsinnig zu vergöttern, als„jener Bischof, welcher von dem Strome der Nie-derträchtigkeit, als ihm Ludwig —" ich kann denrednerischen Ton bei dem Geschichtchen eines Bi-schofs, der Ludwigen zu gefallen keine Zähne habenwill, nicht aushalten — fühlt denn Klotz nicht, daßdies Eine Geschichtchen sein ganzes System der Hic-roscspie aus Münzen umwcrse? Konnte eine ganzeAkademie, die dafür bezahlt wurde, auf ihren Mün-zen nichts als schmeicheln: kann eine Legion von
Münzen noch so wenig Zeugin über den Charaktereines Prinzen werden: ein ganzes Jahrhundert bei-nahe konnte im Strome prächtiger Lügen fortgehen— „ach Sire! wo findet mau alsdann jemand, der„Zähne hat?" wer wird alsdann den Charakter,die Denkungsart, die Wahrheit eines Fürsten ausdessen Münzen lesen wollen?
Des Fürsten Hauptbeschäftigung etwa könnte mannoch endlich aus vielen Münzen, am liebsten ausallen seinen zusammen genommen, ersehen: ohnge-
fahr die Richtung seiner Nase und das Profil sei-nes Gesichts. Aber Geist, Denkungsart, histori-scher Cbarakter, Wahrheit? — Alle Münzen ba-den gleichsam den Ton, den sie als Münzen anstim-mcn müssen; so wie eine Epopee eine Erhebungüber die Geschichte, und das Drama eine Erhöhungüber das gemeine Leben zum Wesen hat. Wer nuneine Epopee zur Urkunde, und ein Drama zur Mo-ral des Lebens machen kann, der studire auch die Ge-schichte vom Geiste und Charakter eines Prinzen aus