^Drittes Wäldchen.
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Will man also zur Nationalsprache zurück keh-ren , und einigermaßen doch die sinnreiche Einfalt,die edle Kürze, gleichsam die Poesie in Ge-danken und Worten, ersetzen, die sich bei denMen 'findet — ach! unsre Sprache bietet uns aucheine Poesie dar, aber sinnreiche Lcberreime, odergar frostige Wortspiele. So wie die Nordländerin der Dichtkunst die Harmonie der Alten durchReime nach ihrer Art zu ersetzen gesucht: so auchauf Münzen durch Reime — aber welche Ersetzung!National freilich, oft sinnreich genug und oft nichtblos für den Pöbel, sondern auch für den Weisen,sinnreich; aber eine Ersetzung der griechischen undrömischen Einfalt? Ich sehe von beiden SeitenSchwierigkeiten: Klotz sicht keine, und stimmt
eine Elegie über den pöbelhaften Geschmack derNeuern an.
Weiter mag ich mich nicht einlassen, in die un-endliche Verschiedenheit der alten und neuen numis-matischen Münzgcsetze, Künstler, einzelnen Veran-lassungen, des äußern Werths und Zubehörs; nochzum Schluß eine allgemeine Anmerkung , die An-fang hätte scyn sollen.
6. Die Alten hatten überhaupt mehr Bilder-sprache , mehr allegorische Dichtung, als wir. BonDichtern war ihre Sprache gebildet, und da, beiden Griechen insonderheit, die ältesten Dichter Lieb-haber von Bildern, Metaphern, und Allegorienwaren, welch ein Schatz lag gleichsam schon in derSprache, theils im Geschlechts, theils in Form,theils in Bedeutung der Worte! Ihre dichterische