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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 5 (1821) Kritische Wälder ; 2/3
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185
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^Drittes Wäldchen.

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Will man also zur Nationalsprache zurück keh-ren , und einigermaßen doch die sinnreiche Einfalt,die edle Kürze, gleichsam die Poesie in Ge-danken und Worten, ersetzen, die sich bei denMen 'findet ach! unsre Sprache bietet uns aucheine Poesie dar, aber sinnreiche Lcberreime, odergar frostige Wortspiele. So wie die Nordländerin der Dichtkunst die Harmonie der Alten durchReime nach ihrer Art zu ersetzen gesucht: so auchauf Münzen durch Reime aber welche Ersetzung!National freilich, oft sinnreich genug und oft nichtblos für den Pöbel, sondern auch für den Weisen,sinnreich; aber eine Ersetzung der griechischen undrömischen Einfalt? Ich sehe von beiden SeitenSchwierigkeiten: Klotz sicht keine, und stimmt

eine Elegie über den pöbelhaften Geschmack derNeuern an.

Weiter mag ich mich nicht einlassen, in die un-endliche Verschiedenheit der alten und neuen numis-matischen Münzgcsetze, Künstler, einzelnen Veran-lassungen, des äußern Werths und Zubehörs; nochzum Schluß eine allgemeine Anmerkung , die An-fang hätte scyn sollen.

6. Die Alten hatten überhaupt mehr Bilder-sprache , mehr allegorische Dichtung, als wir. BonDichtern war ihre Sprache gebildet, und da, beiden Griechen insonderheit, die ältesten Dichter Lieb-haber von Bildern, Metaphern, und Allegorienwaren, welch ein Schatz lag gleichsam schon in derSprache, theils im Geschlechts, theils in Form,theils in Bedeutung der Worte! Ihre dichterische