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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 5 (1821) Kritische Wälder ; 2/3
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Drittes Wäldchen. »69

geben, das die Probe griechischer Bildsamkeit hielte,wäre schwerer, ja unmöglich: dieses Bild also garzur Vergleichung Unsrer mit den Alten nehmen, istunzcitig. Die Griechen batten keine Dreifaltigkeit,wie wir; sonst würden sie dieselbe so wenig, alswir, haben bilden können. Unser Gott ist ganz überdas Sinnliche der Kunst erhaben: die gewöhnlichenVorstellungen der Dreieinigkeit in den Gestalten ein-zelner Personen von dem göttlichen Greise an, bisan die himmlische Taube, sind nicht genugthucnd:der Triangel blos eine tropische Symbole: die Glo-rie mit dem heiligen Namen nichts als eine epistoli-sche Hieroglnphe: die Wirksamkeit unsrer Gottheit

ist nicht bildsam : einzelne Schutzgöttcr hat unsre Re-ligion nicht: die Vorstchcrschast besonderer Wesenüber besondre Dinge kennet sie nicht wer wirdsich hier mit den Heiden vergleichen wollen?

Wo unsre Religion noch sinnlichen VorstellungenRaum giebt, wo sic sich einer poetischen Bilder-sprache bequemt: da ist sie orientalisch. Untereinem Volke gebildet, das ihr Gort auf alle Art vonBildnissen abwcnden wollte, in Gegenden, die dasÜbermenschliche suchten, in Nationen, die Verhül-lungen des Körpers und Geheimnisse des Geisteslieber verehren, als das offne Schöne lieben wollten im Geist und in der Sprache dieses Volks diesinnliche Bildersprache unsrer Religion also geoffen-baret; wer wird in ihr Offenbarungen für die Kunstsuchen wollen? Ucber das Bild von der seligen Ab-farth Gustav Adolphs ist wieder leicht spotten*), und

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