Druckschrift 
Zur schönen Literatur und Kunst Theil 5 (1821) Kritische Wälder ; 2/3
Entstehung
Seite
91
Einzelbild herunterladen
 

Z we i t es W ald ch en. 91»

dieses die Mythologie zum Gegensätze? Eine Fabel,eine poetische Dichtungslchrc ist ja kein BfliNr'aalgriechischer Thiere, Menschen, Pflanzen, Gegenden beide heben sich noch nicht aus; vielmehr kanndie Mythologie Muster bleiben, in dieser neuernThierwelt zu dichten.

Soll es Gegensatz werden, so muß die neuent-deckte Welt uns, statt der griechischen, eine Galleriesolcher und besserer Fabeln, Geschichte, Lichtungen,liefern. Die hottcntottische Gotterlehre, Kunstbe-griffe, Historien, Gcdankeneinklcidungen müssen andie Stelle der griechischen treten. Der Pachaka-m a i der Peruaner wird Zevs , der Ehemiin derCaraiben wird der große Pan, und der Areökovider Huronen der schone Apollo. Statt der schonenGenien der Griechen wollen wir die Hondatkon-sonas der Jroquoiscn, und statt der edlen, poe-tischreichcn und schönen Fabelvcrrichtungen der altenhomerischen Götter, ihrer Einwirkung in die Welt,und ihrer Thaten unter den Menschen wollen wirFratzcngeschichte der afrikanischen Negern welchein Tausch! Und Tausch soll doch feyn? die ncucnt-deckte Welt soll uns doch das reichlich und überreich-lich geben können, was uns die elende gruä.ischeMythologie gicbt? Und was giebt diese für disPoesie anders , als Dichtungen, <Aesc suchte,Fabeln, in die poetische Komposition gelegt wird,uns zu tauschen, zu vergnügen.

Drittens endlich:Allegorie*):Tugenden

Uxist. Ulomar. x. 12^.

128. etc.