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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 5 (1821) Kritische Wälder ; 2/3
Entstehung
Seite
75
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Zweites Wäldchen.

Mahler darüber getadelt hatte: er thuts, und siebetnicht, was ein solcher Bogen zur Majestät Sotteöthun sollte? Als Kreisbogen freilich nichts, aberwenn sich nur seitwärts einige rückblcibcnde Strah-len verlieren: so sehe ich nicht, wie diese hinderlichwaren. Bei Gestalten der Heiligen sind sie eineeinmal angenommene Symbole, und der GestaltGottes, (wenn Gott anders menschlich gestaltet wer-den soll,) ein Zeichen der Majestät, so fern diebiblischen Dichter auch hierin große Gemähldc vomGlanze des Herrn geben. Diesen kann der Dichterinnerhalb der Grenzen seiner Kunst so bescheiden fol-gen , als die Griechen den poetischen Symbolen ih-rer Religion folgten.

Ferner hat Klotz den Einfall *), auch Flügelkönnten aus den göttlichen Bildungen der Alten bci-hchalten werden. Ich will glauben, er meyne nuretwa Engel, oder den geflügelten Blitz in der HandGottes: denn der Gottheit selbst Flügel zu gebe«,halte ich, (er führe noch ein so langes Register vonGöttern an, die bekannter Weise geflügelt gebildetwurden,) für ganz unwürdig. Kaum würdig derEngel, nach den edlen Begriffen unsrer Religion;wenn nicht als unterscheidende Symbole, wenn nichtetwa im Fluge, um denselben dem Auge wahrschein-lich zu machen. Selbst die Griechen, nachdem sie dieAllegorie nach und nach abgestrefft hatten, in ihrenschönsten und edelsten Bildungen, warfen dem Jupi-ter die Flügel ab, damit er nicht, wie ein Jkaro-

*) lblxist, Homvr. x. io8. rvZ.