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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 5 (1821) Kritische Wälder ; 2/3
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solche zween Markgrafen deutscher Hoheit von ihrenGrenzsteinen zusammen treten zu sehen, zusammensprechen zu Horen. Das Stück ihres Gesprächs imnordischen Aufseher *) ist mir eine Art von Phä-nomenen!Der einzige Weg für uns, unnachahm-lich zu werden, sagt Winkclmann, ist die Nach-ahmung der Alten."Ich würde, versetzt Klop-stock, diese Einschränkung hinzusetzcn: in den Ar-len der Schönheiten, die sie erschöpft haben.Denn welches Genie würde nicht crsckreckcn müs-len , wenn es sich nicht erlauben dürfte, an derAllgemeinheit jenes Satzes zu zweifeln? Habenz. E. die Griechen die Vorstellungen ausdrückenkönnen, die wir uns von Engeln machen müssen?Aber wie vortrefflich haben sie oft nicht die Göttervorgestellt! Sollten wir nicht die Engel so machen?Gewiß nicht völlig so! wir sollten jene Vorstellun-gen der Götter übcrtreffcn. Bisher zwar sind wir,von diesem übcrtroffen, sehr weit entfernt gewesen.Wir mahlen Kinderchen, Frauenzimmer, und,wenn wir uns recht hoch schwingen, schöne Jüng-linge; geben diesen Figuren Flügel, und bilden unsein, Engel vorgestellt zu haben. Sogar RaphaelsMichael ist ein Jüngling; und er sollte doch we-nigstens ein Jupiter sepn, der eben gedonnert hat.Wenn nun Raphael vollends einen Todesengel häk-le machen sollen; z. E- einen, durch dessen bloßenAnblick der crstgebohrne Sohn Pharao's niedersinkt?Michael Angelo also, wird man sagen. Nein, der

') Nord. Aufseh. S. B. St. »5.