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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 5 (1821) Kritische Wälder ; 2/3
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Kritische Wälder.

manche aus Arabien entlehnt verkommen; einemFester oder Sterne in England, und auch das sindChristen! werden manche noch weit befremdender er-scheinen ; und endlich cin.n orthodoxen Christen deSzwölften oder zwanzigsten, Jahrhunderts? dessenUrtheil über den Messias mochte ich lesen. Wie kwenn nun ein solcher nach seiner Zeit fromm undselig urtheilte? Unbilliger Richter! er sollte sich inunsre Zeit zurücksctzen, aus ihr denken und spre-chen:. er sollte mehr als des Nikomachus Auge ha-ben, um Helena anzuschaucn. So wie der obersteRichter allwissend sevn muß, um gleichsam die ci-gcnthümliche Moralität eines jeden Herzens zu ken-nen: so sev (man erlaube mir die kleine Blasphemievom Gleichnisse !) so sey der Richter über Zeitenund Völker, auch des Geschmacks dieser Zcit.n undVölker kundig, oder er greift blind in den Loostopfder Jahrhunderte, um nichts als ein mageres kriti-sches Regelchen herauszulangen.

Und Milton! Wer Milton mit allen vori-gen Mischern der Religionen in einen glühendenOfen zusammen werfen will *), hat nicht bedacht,daß bei ihm diese mythologischen Vorstellungsartmnicht wesentlich zum Baue seines Gedichts, sondernnur zur Auszierung desselben gehören. Er bringtsie nicht (wenigstens nie offenbar) in die Zeit, auSwelcher, sondern in die Zeit, fürwclcheer singet: und so werden sie Gleichnisse,

Schmuck, Verzierung seiner Gegenstände;

') LpirN. Itknner. p. 7g,