Zweites Waidehe n.
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raktcr der Epopec ftyn soll? Nein, und wenn erauch nur cine Unwürde in einzelnen Fallen hättc.Aber kann cin würdiger epischer Charakter auchlachen? Wenn am rechten Orte, wenn im gehöri-gen Maafie, wenn zu Erreichung des epischen Zwecks— warum nicht? Der erste Unterschied,den Klotz nicht beobachtet: Lachen und Lächer-lich seyn, d. i. zum Lachen da stehen — welchein Unterschied!
Zweitens: die ^Vürde der epischen Hauptper-
son , gebührt die auch jeder Figur, die in der Epo-pee auftritt? bstrmöglich! und eben bei keinen zweiPersonen muß diese Würde ganz gleich ftyn. Eini-ge müssen, eben um die Würde epischer Helden insLicht zu setzen , mit ihnen kontrastiv», und Unhel-den ftyn: Unkraut unter dem Weizen, und Sataneum der Engel willen. Wenn es also Einen Achil-les geben kann, den Tapfersten der Männer vovTroja, wenn mit ihm tausend Helden, die stufen-weise an Tapferkeit herunter steigen; warum nichtauch einen feigen Thersttes? Wenn so viel edle,schöne, würdige Seelen; warum nicht auch cine,die häßlichste unter allen, die vor Troja gekommenwaren? Diese, das Bild der Unedlen unter denGriechen, kann mit der gehörigen epischen Erhöhungso gut und zweckmäßig im Gedichte erscheinen, alsunter den Griechen vor Troja die Unedlen. Wennin einem Trauerspiele schon nicht lauter Helden ftynmüssen; so konnte in der weit größer» Welt vonMenschen, die Homer in der Jliade schuf, auchcin Thersttes ftyn müssen. Wird seine Einwirkungmit den übrigen Gewichten der Jliade nur zusam-