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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 5 (1821) Kritische Wälder ; 2/3
Entstehung
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Zweites Wäldchen. 27

Wer soll sie brechen? Soll Homer seinen Ge-sang schließen, und den Leser ln einer bangen Be-sorgnis lassen, ob nicht auf dies schandervclle Ver-stummen nachher wirklich ein Ungewittcr erfolget?ob nicht etwa die gebietende Juno den Streit erneurct,und also der mächtige Zevs seine Drohungen er-füllet? Unwürdige Besorgnis l der Hoheit des epischenGedichts, und dem Zwecke der Homerischen Hand-lung entgegen! Homer, der nirgend seine Handlungabbricht, sie mit jedem Worte weiter sortführt, thätedoppelt Unrecht, in seinem ersten Gesänge, bei derersten Versammlung der Alles lenkenden Götteruns nicht das Ende ihres Raths wissen zu lassen,und noch ärger, uns auf sein ganzes Gedicht hi»eine Idee von seinen seligen Göttern beizubringen,die uns wohl nicht den Zustand derselben sehr benci-denswerkh vorstellte.

Vollendet muß also der Austritt werden, aberwie? und durch wen? Soll Juno ibrcn Zweck er-neuern, und vor unfern Augen unglücklich werden?Unwürdiger Anblick! Soll sie fußfällig abbitten?

^ Ein niedriger Weg zum Frieden des Himmels, da-zu ganz unjun 0 nisch! Eher ließe sie sich auf diegedrohete Art strafen, lieber wollte sie einer höher«Tyrannei unterliegen, als so ihre weibliche Hoheitverlaugnen. Auf solche Bedingungen ward also keinFriede im Himmel!

Und wie denn? Es trete ein Fricdensstifter^aufzwischen beiden! Doch wer? Einer, der durch seinAnsehen rechte, und durch die Würde seiner Person,als ein himmlischer Nestor, Jupiter und Juno zum