Erstes Wäldchen.
Unter den schädlichen Kontrasten, die das Lächer-liche machen, gicbts namentlich auch den Kontrast deSHäßlich-schönen; zum Lächerlichen also kann Häßlich-keit wirklich ein wesentliches Ingrediens seyn, um eshcrvorzubringen.
— Wo also das Häßliche zum Lacher liehenzutrifft: da treffe es wesentlich zu: es gehöre mit zumKontrast: es kann nicht wcqbleiben. Wo es weqblei-ben kann, ists auch ein Kennzeichen, daß es weg-blciben muß. — So erklärt Lessinq mit Recht esfür eine alberne Mönchsfratze, daß der weise und recht-schaffene Aesop in der häßlichen Gestalt des Tkersttes,durch dieselbe, im Kontrast mit seiner schönen Seele,lächerlich werden solle.
Träfe aber das Häßliche zum Schrecklichen;so könnte es blos als Nebenidee zucreffen; cs gehörtenicht in die Empfindung des Schauders. Es mußalso nicht anders als wie ein Nebeningrediens z u ge-mischt werden: damit es die Hauptempfindung janicht schwache, damit der Schauder nicht Un-wille werde, wenn ers nicht werden soll.
Wo ein Gegenstand durch das Ingrediens desHäßlichen lächerlich werden soll; da kann er, solange er in den Kränzen der Wahrscheinlichkeit bleibt,nie zu häßlich seyn. Aber das Häßliche zum Schreck-lichen kann allerdings zu sehr verstärkt werden, und,als Hauptingrediens behandelt, das Schreckliche wirk-lich hindern. Einen Gegenstand ganz häßlich fühlen,so daß die Idee des Unwillens, des Ekels , jede an-dere verdunkelt, heißt gewiß nicht, ihn ganz fürchter-lich empfinden. Das Gefühl des Schrecklichen ist