daß „er alle einzelne Dinge nur durch ihren Untheil„an diesen Handlungen , gemeiniglich nur mit Einem„Zuge, mable," *) so darf nicht gleich der Stempel„darauf: folglich schildert auch d i e P o e s i e nur„Körper andeutungsweise durch Handlungen; folglich„kann auch die Poesie in ihren fortschreitenden„Nachahmungen nur eine einzige Eigenschaft der„Körper nutzen, und was daraus mehr folgen soll"an Regeln von der Einheit der mahlerischen Beiwör-ter , von der Sparsamkeit in den Schilderungen kör-perlicher Gegenstände-u. s. w. Daß diese
Grundsätze nicht aus einer Haupteigenschaft der Poe-sie fließen, z. E. aus dem Successiven ihrer Töne,woraus sie Lessing hergeleitet, ist bewiesen. Daßsic auch, und wenn sie alle in Homers Praxis soStatt fanden, wie Lessing glaubt, doch auch nichtaus dem Successiven der Po;sie überhaupt, sondern
*) Alle Körper, die in Homers Gedichte Mitwirkensotten, werden mit so viel Zügen geschilderr,als Mitwirken sollen» Auf einen schranket sichHomer selten ein; wenn es auch nur ein Stein,Geraty, Bogen, u. s. w. wäre — er nimmt sichimmer Zeit, so viel Eigenschaften seines Körpersanzuführen, als hier episch energisiren sol-len. Schildert er eine Sache nur mit EinemZuge: so ist dieser meistens allgemein, und fürdiesen Ort unbedeutend: es sind die gewöhnlichenBeinamen, die er zu jeder Sache hat, die ihmoft wiederkommt,
Herders W, j. sch.Lir.u.Kunst.IV, N L lt.