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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 4 (1821) Kritische Wälder ; 1
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Kritische Wälder.

Und wie weit weniger Eins aus dem Andern schlie-ßen ? — Und wenn sie auch dann Successionen schil-derte , warum müssen diese Successionen Handlungenseyn? u. s. w. Die Eränzscheidung nach solch einemRisse kann kaum richtig seyn.

Kaum richtig von Seiten der Mahlerei, „ihr„Wesen sey, Körper zu schildern," wenigstens binich mir fortschreitenderer Handlungen der Mahlereibewußt, als wovon Lessing ein Beispiel giebt *):nämlich eine Drapperie, die in ihrem Wurfe zweiAugenblicke vereinige.

Noch minder aber von Seiten der Dichtkunst,wo aus dem Successiven der Töne wenig oder nichtsfolgt. Nicht, daß sie keine Körper schildern solle;denn können keine successiven Töne Begriffe voncoexistircnden Dingen erwecken; so sehe ich nicht,wie irgend die Rede, die blos hörbare Rede, an-schauende Erkenntniß wirken könnte: denn Bil-der, würde ich sagen, sind nicht hörbar. So seheich nicht, wie irgend die Rede zusammenhän-gende Bilderbegriffe erwecken könne; denn die suc-cessiven Töne hangen nicht zusammen. So sehe ichendlich auch nicht, wie in der Seele aus vielenTheilbegriffe n ein Ganzes, z. E. der Ode, desBeweises, des Trauerspiels entstehen könnte; denndie ganze Succession der Töne macht kein solchesGanzes: „für das Ohr sind die vernommenen Theile„jedesmal verloren." Es läßt sich also hieraus AlleLodev. Nichts folgern.

*) Laok. p. 178. 17g,