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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 4 (1821) Kritische Wälder ; 1
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171
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Erstes Wäldchen.

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eher Ausdruck ist, z. E. der Leidenschaften, derBewegungen: denn vies ist der Rand der Poesie;

sondern vorzüglich, indem sie durch die Schnelligkeit,durch das Gehen und Kommen ihrer Vorstellungen,auf die Seele wirkt, und in der Abwechselung theils,tbeils in dem Ganzen, das sie durch die Zeitfolge er-bauet, energisch wirket. Das Erste hat sie auch miteiner andern Gattung der Rede gemein; das Letzteaber, daß sie einer Abwechselung, und gleichsamMelodie der Vorstellungen, und Eines Ganzen fä-hig fey, dessen Theile sich nach und nach äußern,dessen Vollkommenheit also energisiret — dies machtsie zu einer M usi k d e r S e e l e, wie sie die Grie-chen nannten: und diese zweite Succefsi'on hat Lessingnie berühret.

Keines von beiden, allein genommen, ist ihrganzes Wesen. Nicht die Energie, das Musikali-sche in ihr; denn dies kann nicht Statt finden, wen»nicht das Sinnliche ihrer Vorstellungen, das sie derSeele vormahlet, vorausgesetzt wird. Nichtaber das Mahlerische in ihr; denn sie wirkt ener-gisch , eben in dem Nebeneinander bauet sie den Be-griff vom sinnlich vollkommenen Ganzen in dirSeele: nur beides zusammen genommen, kann ichsagen, das Wesen der Poesie ist Kraft, die ausdem Raum, (Gegenstände, die sie sinnlich macht)in der Zeit (durch eine, Folge vieler Theile zu Einempoetischen Ganzen) wirkt: kurz also sinnlich voll-kommene Rede.

Bei Lessing ist der vornehmste Gegenstand, derPoesie Handlung; nur aber Er kann aus seinem