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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 4 (1821) Kritische Wälder ; 1
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'Kritische Wälder.

mir hier die klagende Dichtkunst, die versus <gueri-mouias nach Hora;, sie mögen sich finden, wo siewollen, in Epopce und Ode, in Trauerspiel, oderIdylle; denn jede dieser Gattungen kann elegischwerden. In solchem Verstände hat die Elegie eineignes Gebiet in der menschlichen Seele, nämlich dieEmpfindbarkeit des Schmerzes und der Betrübnis:man kann also aus ihr über Zeiten und Völker hin-aus sehen, und hier wird sich durch Vergleichungenauch die den Griechen eigne Stelle finden. Ich steckeeinige Gesichtspunkte ab.

i. Nicht jedes Volk hat für milde Betrübnisseein gleich zartes Herz; bei manchem haben selbst dieKlagen eine rohe Festigkeit, ein heidenmäßiges Brau-sen, in welches sie verschlungen werden, und ein sol-ches wird, bei sonst großen Dichtern, mit der Spra-che dieser weichen Tbränen sehr unbekannt seyn kön-nen. So die nordischen Skandinavier, die auch beiTrauerfallen, vom Heroismus gestäklt, kaum kurzeSeufzer ausstießen und schwiegen; wenn sie san-gen, so war ihr Gesang kaum die milde elegischeThräne.

Der König Regner Lodbrog stirbt *): ecstirbt unter den entsetzlichsten Schmerzen. Stirbtssr in Elegien? Laßt er der gequälten sterbendenMenschheit, dem von seinen Söhnen entfernren bre-chenden Vaterherze, sein Recht wiedcrfahren? Eineeinzige weiche Thräne hätte den Nachfolger Odinsentweihet. Ec stirbt im Triumphsliede, im An-

') Maliers Geschichte von Dänem. p. ria. 11Z»