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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 4 (1821) Kritische Wälder ; 1
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Erstes Wäldchen. 23

eisenfrcffende trojemische Mars. So dichtet meinHomer.

Und so halt also die so einnehmende Lessirig'scheBetrachtung *), über die Empfindbarkeit der Grie-chen , und den Kontrast derselben gegen rohe Barba-ren , und seine Europäer nicht Stich? Die Empfind-barkeit zum Schmerzen bei einem körperlichen Schmer-ze nicht wohl , wenigstens nicht als Homerischer Hel-denzirg, nicht allgemein, nicht als nothwendiges Kenn-zeichen der menschlichen Empfindung. Giebts aberkeine andre Empfindbarkeit zu Thräncn, und auchzu lauten, zu klagenden Thränen, als körperlicherSchmerz? Ohne Zweifel, und eben diese Empfind-barkeit, wenn sie ein Vorzug der Griechen wäre,macht ihnen zwar mehr Ehre; allein die Abhandlungdarüber wäre offenbar eine Ausschweifung von demSatze, den Lessing glaubt erwiesen zu haben **),daß das Schreien ***), bei Empfindung körperlichenSchmerzes, besonders nach der alten griechischenDenkart, gar wohl mit einer großen Seele beste-hen kann;" ein seltner Satz, der im erstenAbschnitt, auch eben so selten, mit einer Armee vonweinenden Helden, die ich im Homer nicht kenne,bewiesen wird. Um also doch nicht leer auszugchen,lasset uns Lessingen auf seinem Abwege folgen.

*) Laok. p. k g. ") Laok. p. 9.

*") Daß Homers Helden nicht bei andrer Gelegen-

heit das Schreien eigen gewesen, leugne ich nicht;wo gehört das aber hieher?