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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 4 (1821) Kritische Wälder ; 1
Entstehung
Seite
13
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Erstes Wäldchen.

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Was ist dir? fährt dieser auf.Nichts Böses, gehenur, mein Schn," antwortet Philoktct, und wieanders, als mit einem Gesicht voll Liebe, voll zu-rückhaltendem Heldenmuthe. Sv geht die Scene desstummen Schmerzes fort: der bekümmerte, der fra-gende Ncoptolem, und Philoktct, der nicht brülletund tobet, der seinen Schmerz beklemmt, ihn einegroße Zeit selbst dem Ncoptolem verbergen will, undnur immer zwischen inne mit einem bangen ^0/den Göttern klaget. Und eben diese stumme Scenedes Schmerzes, von welcher Wirkung muß sie aufden Zuschauer gewesen se»n? Er sicht Philoktctleide», stumm, nur in einer verzognen Geberde, nurmit einem beklemmten Ach! leiden; und wer fühltdieß beklemmte Ach! nicht mehr, als das brüllendeGeschrei.eines Mars, der in der Schlacht verwun-det, wie zehn tausend Man» , oder warum nichtlieber, wie zehn tausend Lchsen? aufbrüllet? Hiererschrickt, dort fühlet man: mit Philoktct mikleidendbestürzt, als Neoptvlcmus, banget man, weiß nicht,woran man ist, was man thun, wie man helfensoll? Man tritt, auf sein trauriges « « zu ihm:Wie denn? du leidest! du redest nicht! Warum soverschlossen? du wirst gepeiniget? warum seufzest duzu den Göttern?" Und ein Philoktct antwortetmit verzognem Lächeln, mit einem Gesichte, in wel-chem sich Schmerz und Mukh und Freundlichkeit mi-schen: Ich? Nein! ich empfinde Erleichterung! ichflehe zu den Göttern um glückliche Schifffahrt. Welchein griechischer Garrik gehöret dazu, den Schmerzund den Muth, die menschliche Empfindung und di«Hcldenseele hier abzuwiegen l