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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 4 (1821) Kritische Wälder ; 1
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Kritische Wälder.

unsrer Zeiten, zum ersten Lehrer der Kunst machte:so war er dun andern, ach leider! ein witziger Kopf,und einem dritten, einem frommen, kritischen Chri-sten *), ein Schulphilosoph, ein Aesthetiker ausBaumgartens Schule, der, nach der Sprache unsrerneuen Echöndenker, mit ein paar Unzen Daumgar-leiischer Philosophie den Weltweisen aller Zeiten trotzenwolle. O > mit verstopftem Ohre durch diese Ckörequackendcr Frösche hindurch, wie Ulysses durch denGesang der Sirenen!

Für mich hat Laokoon an sich selbst Schönheitgenug, ohne daß es erst des Kvntrasts mit einemandern bedürfte. Vor und hinter demselben, wasLessing gegen Winkelmann habe, sind entweder nichts,als Parerqa, für die beide sie ansehcn werden, oderwenigstens trifft nichts auf Winkelmanns Hauptzweck,die Kunst; und Laokoon also, als Abhandlung überdie Granzen der Poesie und Mahlerei, hat Werthund Vortrefflichkeit; aber ihn als Streitschrift, alsPrüfung der ganzen Winkclmannischen Werke be-trachte» zu wollen, ist meines Erachtens der falsche-ste Gesichtspunkt, und der Genius eines Lessingsund Winkelmanns sind auch zu verschieden, als daßichs, von mir erlangen könnte, sie gegen einanderabzumeffen.

Wo Lessing in seinem Laokoon am vortrefflich-

*) Auch hier führe ich nur einen Zeugen an: Huchüber die Saryre Architochus; undkann zu jedem angeführten Zuge einen anführen,wenn es der Mühe werth wäre.