XIV
Analytischer Inhalt.
5 . Sophokles macht in seinem Philoktct gewiß nichtGeschrei zum Hauptmirtel der Rührung. BessereEin .rücke des griechischen Drama. Ob körperlicherSchmerz je die Haupndee eines Trauerspiels werdenkönne? daß ers bei Sophokles nicht scy.
6. Die Behauptung: der griechische Künstler schildertedas Schöne, ist wahr. Grenzen und Erklärung die--ses Satzes aus ihrem mythischen Ciriel und ihrerHeldengeschichie. Warum Limanlhes seinen Aga-memnon oerhüllt gemahlet?
7. Von den Hörnern des Bacchus. Von dem Einflußder verschiednen mythologischen Zeitalter auf Poesieund Kunst.
8. Wen Virgil in Schilderung seines Laokoon nachge-ahmet haben möge? Urlhcik über Quinrus Calaber,und Perron, in ihren Schilderungen. Nach wemder Künstler gebildet haben könne?
Z. Soll die Kunst nichts Vorübergehendes zu ihremAnblicke wählen, so verliert sie ihr Leben. Soll siefür jede wiederholte Erblickung arbeiten, so ihr We-sen. Ursache, warum die Kunst ein Ideal der Schön-heit habe, und insonderheit die stille Ruhe liebe, ausdem Grundsatz, daß sie für Einen ewigen Anblickarbeite.
00. Ueber Spence's Erläuterungen der Alten ans Kunst-werken. Rettung seines herunterschwebenden Mars.Frage, ob die Kunst schwebende Körper vorstellc»könne?
Dem Künstler sind Götter und geistige Wesen nichtblos pexsonisicirte Abstrakta, so bald er sie in Hand-lung kann erscheinen lassen. Die Mythologie ist ei-gentlich poetisch, und hat dichterische Gesetze. DemDichter geht Individualität seiner Götter weit überCharakter; so hat er sie dem Künstler übergeben.