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Vater Anselmo kehrte in einem Boote nach den Kanälen zurückund landete auf dem Quai des kleineren Platzes, mit der Hoffnung,jetzt Diejenigen aussuchen zu dürfen, an denen er so lebhaften An-theil nahm und von deren Schicksal er nichts weiter erfahren hatte.Aber nein. Der Mann, welcher ihn in der Kathedrale angeredet,stand dort, ihn offenbar erwartend, und da der Karmeliter wußte,daß seine Weigerung eben so fruchtlos als gefährlich sein würde,weil der Staat mit im Spiele war, so ließ er sich führen, wohinJenem beliebte. Die Beiden gelangten auf einem Umwege in dasGefängniß. Hier wies man den Priester in das Zimmer des Haus-warts und hieß ihn die weiteren Aufträge feines Führers erwarten.
Unsere Geschichte führt uns jetzt in Jacopo's Zelle. Von demVersammlungszimmer der Dreie war er in sein düsteres Gemachzurückgeführt worden, wo er die Nacht zubrachte. Mit anbrechen-dem Tage ward derBravo vorDiejenigen gestellt, welche dem Scheinenach beauftragt waren, Recht über ihn zu sprechen. Wir sagen:dem Scheine nach, weil Gerechtigkeit in einem Lande nicht herrschenkann, in welchem die Regierenden durchaus ganz andere Interessenhaben, als die Regierten; weil bei einem solchen System immer,wann das Uebergewicht der bestehenden Autoritäten in's Spielkommt, der Trieb der Selbsterhaltung so gewiß auf ihre Entschei-dung Einfluß haben wird, als er den Menschen überhaupt treibt,Gefahren zu fliehen.
Wenn es in Ländern von milderer Regierung so zugeht, wirdsich der Leser um so weniger wundern, daß es in einem Staate,wie Venedig, der Fall war. Wie im Vorigen schon angedeutetworden, hatten Die, welche über Jacopo zu Gerichte saßen, ihreInstructionen, und das Verhör, welches er ausstand, war eher eindem äußern Schein gebrachtes Opfer, als eine Huldigung der Ge-setze. Alle Anklagepunkte wurden gehörig beigebracht, Zeugen wurdenverhört, oder doch angeblich verhört, und man sorgte dafür, dasGerücht in der Stadt zu verbreiten, daß die Tribunäle sich endlich
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