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15 (1853) Der Bravo : eine venetianische Geschichte
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Piazza die angedeutete Stunde schlug. Bei diesem Schall setzte derVater den Knaben nieder und sah nach seiner Uhr.

Wirst du heut' Abend aussahrcn, Liebe?" fragte er.

Mit dir, Paolo?"

Nein, mein Herz. Ich habe Geschäfte, die mich bis zwölfin Anspruch nehmen."

Ach, du bist immer in dem Falle mich fortznschicken, wenndu wunderliche Launen hast."

Sage das nicht. Ich habe auf diesen Abend eine Zusammen-kunft mit meinem Geschäftsführer verabredet, und kenne dein mütter-liches Herz zu gut, um zu zweifeln, daß du mich so lange entbehrenwollest, als die Sorge für das Wohl dieser theuren Kinder es er-fordert. "

Donna Giulietta schellte nach ihren Dienern und ihrem Mantel.Der kleine Schreihals und der lustige Knabe wurden zu Bette ge-bracht, und die Frau vom Hause bestieg mit der älteren Tochter ihreGondel. Der Mann ließ Donna Giulietta nicht ungeleitet zur Gondelgehen, denn diese Familie war eine von denen, in welcher glücklicher-weise die Neigung mit den gewöhnlichen Berechnungen der Vor-theile zusammentraf, als das eheliche Band geknüpft werden sollte.Ihr Mann küßte ihr zärtlich die Hand, als er ihr in die Gondelhalf, und das Boot flog schon fern von dem Palaste dahin, bevorer die nassen Stufen des Wassereingangcs verlassen hatte.

Hast du das Kabinet zum Empfang meiner Freunde in Be-reitschaft gesetzt?" fragte Signor Soranzo, denn es war derselbe,Senator, der sich bei dem Dogen befand, als Letzterer zu denFischern hinausging.

Ja, Signore!"

Und Alles still, und Licht, wie ich befohlen?"

Excellenz, Alles wird bereit sein."

Du hast Stühle für sechs gestellt wir werden Sechse sein."

Signore, sechs Lehnstühle."

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