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und an Elend und — an Hoffnungslosigkeit. Habe ich doch dieseNacht die Freude erfahren, Zeuge sein zu können von dem Glückzweier jungen Herzen, eine Freude, wie der Himmel sie mir Sünderlange nicht gegönnt hat. Signora, mögen die Heiligen Euch be-hüten, und Gott, der über Alle ist, Euch vor Leid bewahren!"
Er küßte Donna Violetta's Hand, die, nur halb bekannt mitseinen Dienstleistungen verwundert ihm zuhörte.
„Don Camillo Monforte," fuhr er fort, „traut Venedig nie-mals wieder. Laßt Euch durch keine Versprechungen, keine Aus-sichten, kein Verlangen, Eure Ehrenstellen und Reichthümer zu ver-mehren, jemals verleiten, Euch in ihre Gewalt zu geben. Niemandkennt die Falschheit dieses Staates besser als ich, und meine letztenWorte ermahnen Euch zur Vorsicht."
„Du sprichst, als sollten wir uns nicht Wiedersehen, edler Jacopo ?"
Der Bravo wendete sich ab, und das Mondlicht fiel auf seinAntlitz. Ein Lächeln der Schwermnth und ein inniges Wohlgefallenan dem Glück der Liebenden mischte sich in diesen Zügen mit einerVorahnung seines eigenen Schicksals.
„Nur das Vergangene ist gewiß," sprach er leise. Er ergriffDon Camillo's Hand, warf ihm eine Kußhand zu und sprang hastigin seine Gondel. Sie ward losgemacht, die Felucke glitt dahin,und der außerordentliche Mensch sah sich allein gelassen auf demWasser. Der Neapolitaner lief an die Schiffseite, und das letzte,was er von Jacopo sah, war, wie der Bravo langsam zurückrudertezu jenem Schauplatze der Gewalt und des Betruges, dem er selbstzu entrinnen so froh war.
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