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15 (1853) Der Bravo : eine venetianische Geschichte
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und die betreffende Behörde sollte die Sache untersuchen. Hier istein Carmeliter! Vater, wißt Ihr etwas von der Sache?"

Der Mönch versuchte zu antworten, aber die Stimme versagteihm. Er starrte wild umher, denn das ganze Schauspiel glich demfurchtbaren Phautasiestück eines Malers. Endlich faltete er die Armeans die Brust und schien sein Gebet wieder anzufangen.

Du antwortest nicht, Mönch?" bemerkte der Doge, der durchdas natürliche, gleichgültige Benehmen des Inquisitors wirklich ge-täuscht war, wie alle Anderen.Wo fandst du diesen Leichnam?"

Vater Ansclmo erzählte kurz, wie er von den Fischern zumDienste gezwungen worden.

Neben dem Fürsten stand ein junger Patricier, der keine besondereWürde im Staate hatte, als die allgemeine seines Standes. Getäuscht,gleich den Uebrigcn durch die Ruhe des Einzigen, der von Antonio'sTode die wirkliche Ursache wußte, fühlte er ein menschenfreundliches undlobenswerthes Verlangen sich zu vergewissern, daß dem armen Schlacht-opser nicht irgend ein schändlicher Streich gespielt worden wäre.

Ich habe gehört von dem Antonio," sagte dieser Herr, derSenator Soranzo, dem die Natur ein empfindendes Herz gegeben,welches ihn unter jeder andern Staatsversassung zum Philantropengemacht hätte,ich habe gehört von seinem Glück bei der Re-gatta. Hieß es nicht, daßJacopo, der Bravo, sein Mitbewerber war?"

Ein dumpfes, bedeutungsvolles Gemurmel durchlief die ganzeMenge.

Ein so leidenschaftlicher, verwegener Mann als dieser, kannwohl seine Niederlage durch Gewaltthat haben rächen wollen."

Ein zweites lauteres Gemurmel zeigte, was diese Erklärungder Sache für Eindruck mache.

Excellenz, Jacopo gebraucht nur sein Stilett," sagte der halbschon gläubige aber doch noch schwankende Fischer.

Wo er's für nöthig hält. Ein Mann von seinem Charakterund Arglist kann auch wohl zu andern Mitteln, seine Bosheit zu

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