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„Wcßwegcn seid ihr hier versammelt, meine Kinder?" fragteder Doge, als er bis an den Rand der Riesentreppe vorgetretcnwar, „und vor Allem, warum kommt ihr in den Palast eures Für-sten mit so unziemlichem Geschrei?"
Die zitternde Stimme des Greises war deutlich zu vernehmen,denn kaum ein Athemzug unterbrach sein leisestes Wort. Die Fischersahen einander an, und schienen Den zu suchen, welcher kühn genugsein würde zu antworten. Endlich schrie Einer, der mitten im Hausenstand und geflissentlich sich nicht sehen ließ: „Gerechtigkeit!"
„Das ist auch unser Zweck," fuhr der Fürst mit sanftem Tonefort, „und das ist, will ich hinzufügen, was wir täglich üben. Weß-wegen seid ihr aber hier versammelt in einer Art, die dem Staatebeleidigend und unehrerbictig gegen seinen Fürsten ist?"
Wiederum antwortete Niemand. Die Hülle des einzigen Geistesunter ihnen, der sich hätte frei machen können von den Banden derGewohnheit und des Vorurtheils, lag von ihm verlassen, auf deruntersten Stufe der Riesentreppe.
„Will Keiner reden? — Seid ihr so kühn mit euren Stimmenbereit, wo es nicht verlangt wird, und so schweigsam, wo es gilt?"
„Sprecht gelinde mit ihnen, Hoheit," flüsterte Derjenige vomRathe, welcher beauftragt war, ein geheimer Zeuge der Zusammen-kunft zu sein. „Die Dalmatier sind kaum fertig."
Der Fürst beugte sich vor einem Rathschlag, der, wie er wohlwußte, nicht unberücksichtigt bleiben durfte, und nahm seinen von«gen Ton wieder an.
„Wenn Keiner mir sagen will, wessen ihr bedürft, so muß icheuch befehlen, euch zurückzuziehen, und während es meinem väter-lichen Herzen wehe thut—"
„ Oiustiöin!" wiederholte der versteckte Schreier aus dem Haufen.
„Nenne dein Begehr, daß wir's erfahren!"
„Hoheit, habe die Gnade, auf Diesen zu blicken!"
Einer, der kühner war als die klebrigen, wendete Antonio's