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Schiffsvolk hindurch, in das Zelt, wo ein Blick umher ihn über-zeugte, daß es leer sei.
„Niederträchtige, ihr habt gewagt, mich zu hintergehen!" schrieder bestürzte Herzog.
In diesem Augenblick schlug die Stadtuhr zwei; und jetzt erst,als dieß verabredete Signal schwer und traurig durch die Nachtlufttönte, ging dem enttäuschten Camillo eine Ahnung von dem wahrenHergang der Sache auf.
„Gino," sagte er, seine Stimme dämpfend, wie Jemand, dereinen verzweifelten Entschluß fassen will; „sind deine Leute treu?"
„So treu, als ihre eigenen Vasallen, Signor."
„Und du gabst wirklich meinem Agenten das Billct?"
„Er hatte cS in seinen Händen, noch che die Tinte trocken war,Exccllenz." ,
„Der feile Bösewicht! Er sagte dir, wo du die Gondel,ganz so wie diese ausgerüstet, finden würdest?"
„So ist's, Signor; und ich muß dem Manue die Gerechtigkeitwiderfahren lassen, er stellte ein Schiff, welches weder an Eill, nochan Bequemlichkeit etwas zu wünschen übrig läßt."
„Ja! er handelt sogar mit Duplikaten, so zart ist seine Sorg-falt!" murmelte Camillo zwischen den Zähnen. — „Rudert zu,Leute, eure eigene Sicherheit und mein Glück hängt von euren Ar-men ab. Tausend Dukaten, wenn ihr meiner Hoffnung entsprecht,meinen gerechten Zorn, wenn ihr sie täuscht!"
Don Camillo warf sich, in der Bitterkeit seines Herzens, beidiesen Worten auf's Kissen, doch machte er dabei eine Bewegung,die den Ruderern gebot, sortzucilcn. Gino, der auf dem Spiegeldes Schiffes stand und das Steuerruder lenkte, öffnete ein kleinesFenster ffn Pavillon, und bückte sich, um seines Gebieters Befehlebeim Abfahrcn des Bootes zu vernehmen. Dann, sich aus seinergebückten Stellung erhebend, that der geübte Gondelier einen Schlagmit seinem Sinder, daß das träge Element in der engen Durchfahrt