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15 (1853) Der Bravo : eine venetianische Geschichte
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Nichtsdestoweniger bin ich dankbar für Eure Güte. Scheintmein Antlitz beschwert, so Hab' ich ein erleichtert Herz. Wer seineTochter so glücklich vcrhcirathet weiß wie du, kann beurtheilen,von welcher Last ich mich befreit fühle, durch die Anordnung über. meine Mündel. Die Freude äußert sich oft wie der Schmerz, jaoft sogar durch Thräncu."

Die beiden Gefährten blickten den Redenden mit scheinbarerTheilnahme an. Dann verließen sic das Zimmer des Gerichts.Die Diener kamen herein, verlöschten die Lichter und ließen Allesin einer Dunkelheit, die kein schlechtes Bild der düster» Mysteriendes Ortes war.

Vierzehntes Kapitel.

Mir schicn'ö.

AIS ballte» Töne durch die stille Nacht,

Als dräng' ihr HoffuungShauch durch scst Gemiiu'r."

Italien.

C-rotz der späten nächtlichen Stunde ließen sich noch häufig dieTöne der Musik auf dem Wasser hören. Noch immer glitten Gon-deln durch die dunkeln Kanäle, während Lachen und Gesang unterden Bogen der Paläste erschallten. Die Piazza und Piazetta glänz-ten noch vom Scheine der Lichter und hallten wieder von der Fröh-lichkeit der unermüdlicheil Volksmenge.

Donna Violetta' s Wohnung lag fern von dem Schauplatzallgemeiner Fröhlichkeit, und dennoch erreichten die von fernher tö-nenden Klänge der Trompeten, gedämpft und zitternd, die Ohrender Bewohner.

Die Stellung des Mondes verschüttete den engen Kanal, derunter den Fenstern ihrer Wohnzimmer vorüber floß. Auf einem,das Wasser überhängenden Balkon, stand das junge feurige Mädchen