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„Diese großen, glänzenden Tage sind nicht mehr, Signor.Sollte es für zweckmäßig erachtet werden, die natürlichen Ansprüchemeines Sohnes unberücksichtigt zu lassen, und meine Mündel znmBesten der Republik zu vermählen, so kann durch das Mittel dochhöchstens nur eine günstige Einwilligung bei künftigen Verhandlun-gen, oder eine neue Stütze für eine der vielen zerrütteten Interessender Stadt erlangt werden. In dieser Hinsicht könnte sie freilich vielund wohl mehr nützen, als der Aelteste und Weiseste aus unsererMitte. Damit sie aber frei schalten könne, und ihrem Glücke nichtsim Wege stehe, wird es nöthig sein, den Ansprüchen Don Camillo'sein Ende zu machen. Können wir dieß besser bewerkstelligen, alsdurch eine schleunige Ausgleichung, um ihn zur Rückkehr nachEalabricn zu vermögen?"
„Die Sache ist von Wichtigkeit, und bedarf der Ueberlegung."
„Er klagt so schon über unser Zögern, und nicht ganz mit Un-recht. Seit fünf Jahren bereits sind seine Ansprüche vorgebracht."
„Signor Gradenigo, der Kräftige und Gesunde mag sich thätigzeigen, der Alte und Schwache bewegt sich mit Vorsicht. Wennwir, in Venedig, bei so wichtigen Gegenständen übereilt handel-ten, ohne ein unmittelbares Interesse dabei zu sehen, so würdenwir Scherz treiben mit dem Sommerlüftchen des Glücks, das nichtjeder Sirocco in die Kanäle treibt. Von diesem Herrn von St.Agata müssen Gegenbedingungen gemacht werden, sonst setzen wirunfern Vortheil gar zu sehr aus den Augen."
„Ich erwähnte der Sache vor Ew. Excellenzen, damit DeroWeisheit darüber entscheide; mich dünkt, es wäre schon etwas ge-wonnen, wenn man einen so gefährlichen Gegenstand aus den Augenund dem Gedächtniß eines liebekranken Mädchens entfernte."
„Ist die Jungfrau so verliebt?"
„ Sie ist aus Italien, und unsere Sonne erzeugt eine feurigePhantasie."
„Schickt sie zum Beichtstuhl und zum Gebet! Der ehrwürdige