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15 (1853) Der Bravo : eine venetianische Geschichte
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spielte meine Rolle gegen die Ungläubigen, doch erst nachdem meinBart gewachsen, und ich alt genug geworden war, um Gutes vonBösem zu unterscheiden. Wir Alle ersüllen keine Pflicht freudiger,als die Inseln und Lagunen gegen unsere Feinde zu vertheidigen."

Und alle Herrschaften der Republik. Du kannst keinenUnterschied machen in den Reckten des Staats."

Den Großen ist eine Weisheit gewährt, die Gott den Armenund Schwachen versagt hat, Signor. Mir scheint cs nicht rechtklar, wie Venedig, eine auf wenigen Inseln erbaute Stadt, mehrRecht ans die Herrschaft von Greta oder Candia haben könne, alsdie Türken haben, hieher zu kommen."

Wie! Wagst du am Lido die Ansprüche der Republik auf ihreEroberungen in Zweifel zu ziehen? oder wagen es die uuehrcrbie-tigen Fischer so leichtsinnig vom Ruhm des Staats zu sprechen?"

Excelleuz, ich weiß wenig vom Recht des Stärker». Gottgab uns die Lagunen; daß er uns mehr gegeben, davon weiß ichnichts. Der Ruhm, von dem Sie sprechen, mag den Schulterneines Senatoren leicht zu tragen sein, doch schwer drückt er desFischers Herz."

Du sprichst von Dingen, kühner Mann, die du nicht begreifst."

Es ist ein Unglück, Signor, daß die Kraft des VerstandesDenen nicht gegeben ist, die so viel Kraft zum Dulden besitzen."

Eine ängstliche Pause folgte dieser Antwort.

Du kannst jetzt gehen, Antonio," sagte Der, welcher, wie esschien, den Vorsitz führte in dem furchtbaren Rath der Dreie.Duwirst von dem, was geschah, nicht sprechen, sonst sei der unentgeh-baren Gerechtigkeit von St. Marcus und deren Erfüllung gewärtig."

Ich danke, erlauchter Senator; ich werde gehorchen. Dochmein Herz ist voll, ich möchte wohl gern noch einige Worte wegendes Kindes sagen, ehe ich diese edle Versammlung verlasse."

Du magst sprechen hier darfst du deine Wünsche unddeinen Kummer frei ausschütten, wenn du welchen hast. St.