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„Das große Glück hat er, Hoheit!"
„Kniee nieder und empfange die Belohnung deines Muthesund deiner Geschicklichkeit."
Gino machte cs nicht wie seine Vorgänger, sondern beugtewillig ein Knie auf dem Verdecke, und nahm den Preis mit einertiefen, demüthigen Verbeugung seines Oberleibes hin. In diesemAugenblicke ward die Aufmerksamkeit der Zuschauer von der kurzenund einfachen Cercmonie durch das Freudcngcschrei abgelcnkt, wel-ches sich nicht weit von dem Schiffe des Senats auf dem Wassererhob. Eine allgemeine Bewegung führte Alle an die Seite desSchiffes, und der siegreiche Gondelier war schnell vergessen.
Hunderte von Fahrzeugen bewegten sich in einer Masse demLido zu, und man sah ein dichtes Gedränge rothcr Fischermützcn,mitten darunter aber den entblößten Kopf Antonio's , der von derwogenden Menge, ohne sich selber zu regen, daher getragen wurde.Der eigentliche Antrieb ging von den kräftigen Armen einiger dreißigoder vierzig ans, welche in drei bis vier zuvorderst fahrenden größe-ren Barken, sämmtliche aneinander gebundene Gondeln bugstrtcn.
Was diese sonderbare und charakteristische Procession bedeute,war nicht zu verkennen. Die Anwohner der Lagunen hatten mitder Wandelbarkeit, die rohen Naturen in ihrer Leidenschaft eigenist, die Gesinnung für ihren alten Kameraden gänzlich geändert.Ihn, den sie eine Stunde zuvor als einen eitlen, lächerlichen Nar-ren verspottet, über den sie bittere Verwünschungen so reichlichergossen hatten, priesen sie jetzt mit Triumphgeschrei.
Die Gondelierc von den Kanälen wurden übermüthig verlacht,ja der ausgelassene Haufe schonte selbst die Ohren der Vornehmennicht, deren Diener sie als verzärtelte Püppchen verhöhnten. Kurz,wie in allen Ständen und Kreisen der Gesellschaft gar häufig ge-schieht, des Einen Verdienst fiel eng und unzertrennlich mit demRuhm und der Freude Aller zusammen.
Hätte der Triumph der Fischer sich aus diesen natürlichen und