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Der Fischer stand auf mit einem Blick tiefer Unterwürfigkeit,das Resultat eines langen, in politischer Unterordnung zugebrachtenLebens^ Den dargebotenen Preis aber zu empfangen trat er nicht näher.
„Neige deinen Kopf, Fischer, daß Seine Hoheit dir denPreis verleihen kann," befahl ein Beamter.
„Ich bitte nicht um Gold, und mag kein anderes Ruder, alsdas, welches mich Morgens in die Lagunen führt und Abendszurück in die Kanäle. Mein Kind gebt mir, oder gebt mir nichts."
„Fort mit ihm," murrten ein Dutzend Stimmen, „er sprichtAufruhr, er soll das Schiff verlassen."
Man entfernte Antonio schnell und trieb ihn mit unzweideuti-gen Zeichen des Mißfallens in seine Gondel. Die Reizbarkeit einesvcnetianischen Edcln war schnell rege, politische Unzufriedenheit alsJmmoralität dem Schuldigen zu verweisen, daher die ungewöhnlicheUnterbrechung manches Auge umdüstcrte, obgleich die standesmäßigeWürde jede andere unzeitige Aeußcrung des Ucbelwollens verwehrte.
„Lasset den nächsten Bewerber vertreten," fuhr der Fürst fort,mit einer Fassung, welche ihm die Gewohnheit, sich zu verstellen,leicht machte.
Der unbekannte Schiffer, dessen heimlicher Begünstigung An-tonio seinen Erfolg verdankte, trat näher, noch immer maskirt, wieihm denn dicß frei stand.
„Du hast den zweiten Preis gewonnen," sagte der Fürst, „undginge es streng nach dem Rechte, so solltest du den ersten auchhaben, da man nicht ungestraft unsere Gunst ablehnt. — Knieenieder, daß ich dir das Ehrenzeichen ertheilen kann."
„Verzeihung, Hoheit!" fiel der Maskirte ein, sich mit großerEhrfurcht verbeugend, aber vor der dargebotcnen Auszeichnung einenSchritt zurückwcichcnd. Wenn es Euer gnädiger Wille ist, mir einGeschenk zu verleihen für meinen Sieg in der Regatta, so werdeich ebenfalls bitten, daß es mir in anderer Gestalt zu Theil werde."
„Das ist ganz außer der Art! Es ist nicht der Brauch, daß