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Boden seiner Gondel und raufte sein Haar, in tödtlicher Wuthweinend. Die, welche nachgcblieben waren, folgten seinem Beispiele,aber mit größerer Fassung, indem sie seitwärts unter die Böte schlüpf-ten, welche den Kanal säumten, und sich nicht weiter blicken ließen.
Dieses offene und unerwartete Aufgcbcn des Kampfes zeigteden Zuschauern, wie verzweifelt er stand. Aber da man mit einemverunglückten Preisbewerber nicht viel Mitleid zu haben Pflegt, sowaren die Besiegten bald vergessen. Bartolomco's Name wardvon tausend Stimmen hoch in die Lüfte getragen, und seine Kame-raden von der Piazetta und dem Lido schrien ihm laut zu, für dieEhre ihrer Kunst zu sterben. Der kräftige Gondclier entsprach ihrenWünschen: Palast aufPalast blieb dahinten, und die Böte befandensich in demselben Verhältnisse ihrer Stellung gegen einander. Aberwie sein Vorgänger verdoppelte der jetzige Vordermann seine An-strengung mit verringertem Erfolge, und Venedig erfuhr die Krän-kung, einen Fremden an der Spitze einer der glänzendsten Iiegatta'szu sehen. Denn kaum hatte Bartolomeo seinen Platz aufgegeben,so schoß Gino ihm vorüber, dann der Maskirte, und zuletzt derverachtete Fischer; er, welcher bisher der Erste gewesen war, bliebnun der Letzte. Er gab aber den Kamps nicht auf, sondern fuhrfort, mit einer Anstrengung zu rudern, welche ein besseres Glückverdient hätte.
Als die Gondclreihe diese ganz unerwartete und neue Gestaltgewonnen hatte, war doch immer noch eine beträchtliche Streckebis zu dem Ziele. Gino war voran, und manch' günstiges Zeichenverhieß, daß er seinen Vortheil würde behaupten können. DerZuruf der Menge crmuthigte ihn, denn sie hatten jetzt vergessen,daß er ein Calabrese war, und viele von den Dienstleutcn seinesHerrn riefen ihn anfeucrnd bei Namen. Es half aber Alles nicht.Der Maskirte verwendete jetzt erst seine ganze Kunst und Stärkeauf sein Ruder; die eschene Stange sügle sich der Gewalt einesArmes, dessen Kraft nach Willkür erhöhbar schien, und die Bewe-