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unserer Natur ein so vorherrschender und oft so gefährlicher Grund-zug ist, entlockte selbst den Besiegten frohen Beifallsruf.
Der Lärm schwieg und ein Herold verkündigte, daß ein neuerWettkampf anderer Art beginne. Dieser, der ein Nationalrennenheißen könnte, stand nach altem Herkommen nur den anerkanntenGondelicren Venedigs offen. Der Preis war vom Staate festge-setzt, und das Ganze hatte einen förmlichen, fast politischen Cha-rakter. Es wurde indessen bekannt gemacht, daß ein Wettlanf statt-finden sollte, an welchem ein Jeder Theil nehmen dürfte, ohne Rück-sicht auf Rang und Stand. Ein goldenes Ruder, welches an einerKette von demselben kostbaren Metalle hing, ward als das Geschenkdes Dogen für Denjenigen, welcher die meiste Geschicklichkeit undKraft entwickeln würde, vorgczeigt. Der zweite Preis war eineähnliche Zierrath von Silber,-und der dritte ein kleines Boot vongeringerem Metall. Die Fahrt sollte in den gewöhnlichen leichtenFahrzeugen der Kanäle ausgcführt werden, und da cs galt, jeneder Jnselstadt cigenthümliche Kunst zu zeigen, so durfte nur ein Ru-derer die Gondel regieren, dem also das Forttreiben und Lenkendes Fahrzeugs zugleich oblag. Die an dem vorigen Kampfe Theilgenommen hatten, wurden auch zu diesem zugelassen; alle aber, diesich anzuschließen wünschten, erhielten die Weisung, sich nach demSpiegel des Bucentauren binnen einer festgesetzten ganz kurzen Fristzu begeben, damit ihr Wunsch vorgemerkt würde. Da diese Anzeigeschon früher bekannt gemacht worden war, so verging nicht vielZeit zwischen den beiden Wettkämpfen.
Aus der Schaar von Böten, welche den für die Bewerber offengelassenen Platz umringten, fuhr zuerst ein öffentlicher Gondelicrhervor, der wegen seines geschickten Ruders und wegen seines Ge-sanges auf den Kanälen berühmt war.
„Wie heißest du und welchem Namen vertrauest du dein Glückan?" fragte ihn der Herold.
„Bartolomeo heiß' ich, wie Alle wissen, und befinde mich stets