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Böte, deren Hunderte im Hauptkanal der Stadt lagen, aus derMitte der Straße hinwegzuräumen. Jetzt luden Herolde die Bür-ger ein, der Regatta beizuwohnen, welche die öffentlichen Feierlich-keiten des Tages beschließen sollte.
Venedig ist in dieser Art von Kampsspiel durch die cigcnthüm-liche Geübtheit und zahllose Menge seiner Bootsleute seit alter Zeitberühmt gewesen. Ganze Familien wurden in den Ueberlieferungender Stadt gefeiert, wegen der ihnen eigenen Gewandtheit in derNnderführung, wie dieß im alten Nom um weit unnützere und grau-samere Geschicklichkeiten geschah. Man wählte gewöhnlich unter denBootsleuten die stärksten und geschicktesten; man ries die Hilfe derSchutzheiligen an; man erregte den Stolz und die Erinnerung analte Vorbilder durch Gesänge, welche die Thaten der Vorfahrenrühmten, und befeuerte die Kämpfer so durch alle Lockungen derAuszeichnung und der Siegesehre, dem Ziele zuzustrcben. Die mei-sten dieser alten Gebräuche wurden damals noch beobachtet. So-bald der Bucentaur seinen Stand eingenommen hatte, wurden einigedreißig bis vierzig Gondeliere, auf's Beste geputzt, im Kreise vielerbesorgten Freunde und Verwandten, vorgeführt. Man erwartete,daß sie den altbegründeten Ruhm ihrer verschiedenen Familien auf-recht erhalten würden, und man erinnerte sie an die Schande desUnterliegens. Die Männer suchten sie durch Beifallrufe auszumun-tern, die Weiber befeuerten sie durch Lächeln oder Thränen. Manries ihnen die Belohnungen des Sieges in das Gedächtniß; sie stärktensich durch Gebete zu den Heiligen; endlich wurden sie unter demZurufe und den Segenswünschen der Menge entlassen, um ihre be-stimmten Plätze dicht an dem Spiegel des Prunkschiffcs einzunehmen.
Es ist schon erwähnt worden, daß Venedig durch seinen brei-testen Kanal in zwei beinahe gleiche Hälften getheilt wird. Dieserheißt der große Kanal, wegen seiner Breite und Tiefe und wegenseiner größeren Wichtigkeit für die Stadt. Sein Laus beschreibteine Wellenlinie, und er gewinnt dadurch beträchtlich an Länge. Da
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