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15 (1853) Der Bravo : eine venetianische Geschichte
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Beiden in einer Reihe düsterer Gemächer, ehe sich die Dankbarkeitnnd der Handwerksftolz des Gondeliers hinlänglich Luft gemachthatten.

Mit einem tüchtigen Arm und einer behenden Gondel kannstdu so gut siegen, Gino, als ein Anderer," sagte Don Camillo, in-dem er die Thür schloß, sobald sein Diener im Zimmer war.Jetztkannst du mir einen neuen Beweis von deinem Eifer in meinemDienste geben. Ist dir ein Mann Namens Jacopo Frontoni per-sönlich bekannt?"

Excellenz!" rief der Gondelier, nach Luft schnappend.

Ick srage dich, ob du Einen, der Frontoni heißt, von Ange-sicht kennst?"

Von Angesicht, Signore?"

Woran sonst wollt'st du einen Mann erkennen?"

Einen Mann, Signor' Don Camillo!"

Hast du deinen Herrn zum Besten, Gino? Ich habe dichgefragt, ob dir ein gewisser Jacopo Frontoni von Person bekanntist, der hier in Venedig wohnt?"

Ja, Excellenz!"

Ich meine Den, welcher längst durch das Unglück seiner Familiebekannt ist; sein Vater soll aus der dalmatischen Küste oder anders-wo in Verbannung leben."

Ja, Excellenz!"

Es gibt Viele dieses Namens, es ist daher wichtig, daß duden rechten Mann nicht verfehlst. Der Frontoni, den ich meine,heißt Jacopo, ist ein junger Mann von ungefähr fünfundzwanzigJahren, hat eine behende Gestalt, ein schwermüthiges Gesicht, undkein so lebhaftes Wesen, als man in seinen Jahren zu haben pflegt."

Ja, Excellenz!"

Er unterhält nur wenig Umgang mit seines Gleichen, undzeichnet sich mehr durch sein schweigsames Betreiben seiner Geschäfteals durch die gewöhnlichen Tändeleien und Vergnügungen von Leu-