Der Cid.
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Dich werden andre peinigen, und nichtAufhören, wenn du wünschest. Bis hieherEmpfand im Schmerz dein innerstes GemüthGeheime Süßigkeit. Wenn aber duIm tiefsten Schmerze Rath und Hüls' und TrostBey Menschen suchest und nicht findest; FreundUnd Feind' verfolgen dich; und wer dich schützt,Wird selbst verfolget; wenn im Innern dannDich auch dein Gott verlaßt; dann spricht zu dirDie ewge Weisheit: „Sohn, gib mir dein Herz!"Auf diesen Dornen blüht allein der Kranz,
Den deine Königin von dir verlangt."
Voll Schrecken fuhr der Jüngling auf; und baldWard seines Engels Red' erfüllet. SchmachUnd Hohn, Verachtung, Kränkung jeder Art,Berläumdungen und Haß und Neid und WundenAm zartsten Herzen trafen ihn. Er sahKein Ende mehr, und lernt' im Leiden nurNoch mehr zu leiden. Hüls' und Rath und TrostBey Menschen war verschwunden. Wer ihm halfWard auch verfolget und zuletzt gebrachDas Letzte ihm, sein innrer Trost.
Da sprach er:
„Sein Will geschehe!" und gab sich zur Ruh.
Und plößlich stand vor ihm die Schönste da,Sanftglanzcnder, als er sie je geschn.
Sie flocht aus vielen Rosen einen Kran;
Für ihn, und er erkannt' in jeder RoseDen Dorn, auf welchem sie entsprossen war.„Nimm, sprach sie, ihn; er ist der Deinige.