Druckschrift 
Zur schönen Literatur und Kunst Theil 3 (1821) Der Eid
Entstehung
Seite
191
Einzelbild herunterladen
 

Der Cid.

r9»

Botschaft, sie verbirgt sich schwer:

So entdeckt es, sie zum SchweigenZu gewöhnen, Euren Töchtern;

Ihrem Vater zu gefallenSchweigen, weiß ich, sie gewiß."

Nehmet Rath von keinem Manns;Fragt, was Ich Euch rathen würde,War' ich da, und folgt dem Rath.

Und in schweren Dingen schreibet;

Nie verlaßt Euch meine Feder,

Wie mein Degen und mein Herz."

Zwey und zwanzig Maravedi'sLass' ich Euch zur Tages - Ausgab';

Haltet Euch darnach; der wahreAdel steht nicht im Ersparen,

Doch auch im Vergeuden nicht.

Seyd Ihr Geldbedurstig, lassetKeinen als nur Mich es wissen;

Keinen Eurer Leute setzetJe zum Pfände; suchet lieberGeldessummen auf mein Wort."

Auf mein bloßes Wort, Timene,Dieses, wie des Himmels Veste,

Weiß man, ist fest und gewiß.

Wie ich mich für andre schlage,

Glaubt, so werden sich auch andreFroh bemühn für mich und Euch."

Lebet wohl! Und Einen Kuß noch!Einen nur; ich bringe keinen